Die International Manufacturing Technology Show (IMTS) Chicago 2026

Wenig Innovation. Viel Digitalisierung.

Der Messebericht von Steffen Hoffmann | HPM Technologie.

Auf der IMTS 2026 lag die Innovation weniger in völlig neuen Bearbeitungsverfahren als in der intelligenten Vernetzung bestehender Technologien. Digitalisierung, KI und Automatisierung rücken näher an die reale Fertigung – gleichzeitig erhöhen neue Anwendungen und anspruchsvolle Werkstoffe den Druck, auch bei den eigentlichen Fertigungsprozessen neue Lösungen zu finden.

KI in der realen Fertigung

Vor zwei Jahren war Künstliche Intelligenz in der Industrie noch Zukunftsthema. Doch es wird immer klarer: KI kann und soll in die reale Fertigung kommen für Produktionsplanung und Prozessoptimierung, Qualitätsüberwachung und Predictive Maintenance, digitale Zwillinge und Simulation, einfachere Bedienung komplexer Anlagen und die Verknüpfung von Maschinen-, Werkzeug- und Qualitätsdaten.

Digitalisierung & Vernetzung

Das Weiterdenken der Digitalisierung legt wichtige Grundsteine für den Einsatz von KI. Maschinen, ERP- und Verwaltungssysteme werden verknüpft. Mit einem zentralen System, das ein Netzwerk aus Untersystemen verbindet und steuert, wird die Integration und Nutzung von KI immer sinnvoller und gewinnbringender.

Die nächste Produktivitätsstufe entsteht mit dieser Vernetzung zwischen den Maschinen und Systemen.

Emerging Technology Center
Das Emerging Technology Center
Wege auf der IMTS
Messewege zwischen den Themenwelten

Eine leistungsfähige Maschine allein reicht nicht mehr aus, um wirtschaftlich zu produzieren. Richtiger Wert wird geschaffen, wenn Maschinen, Werkzeuge, Messsysteme, Software und Produktionsplanung kommunizieren können. Datenflüsse und Schnittstellen sind wichtige Bestandsteile der modernen Produktionsarchitektur.

Im Bereich der Messetechnik konnte ich auf der IMTS ein paar Vereinfachungen sehen, die hier sicherlich hilfreich werden.

Autonome Systeme & Fachkräftemangel

Modulare autonome Systeme ergänzen die Infrastruktur der Fertigung.

Robotik, Palettiersysteme, automatische Beladung und möglichst autonome Fertigungszellen waren auf der Messe nahezu überall präsent.

Dabei geht es längst nicht nur um höhere Stückzahlen. Viele Unternehmen automatisieren, weil qualifizierte Fachkräfte fehlen und vorhandenes Personal besser eingesetzt werden muss.

Auffällig ist, dass Automatisierung modularer und zugänglicher wird. Wir sind weg von großen Projekten hin zu integrierbaren Teillösungen, die in bestehende Fertigungssysteme eingebunden werden können.

Digitale Produktpräsentation

Digitalisierung war auch auf andere Weise auf den Messeständen spürbar.

Statt großer Werkzeugmaschinen, die die Stände bestimmten, waren viele digitale Versionen auf Bildschirmen zu sehen. Vielleicht ein amerikanischer Trend. Vielleicht ein Hinweis darauf, wie Maschinenbau- und Fertigungsmessen in Zukunft aussehen werden.

Fuchs auf der IMTS
Große Werkzeugmarken zeigen Gesamtlösungen
paulhorn auf der IMTS
Werkzeugkompetenz bleibt zentral, wird aber digital ergänzt

Auffällig auf der IMTS:
Wenige neue Technologien

Im Bereich Bearbeitungsverfahren habe ich wenig Innovatives gesehen. Wir selbst hatten unser neues System für die kryogene Zerspanung CRYOflow dabei und haben gemerkt, wie viel Aufregung das produziert hat. Und das nicht nur, weil es eine spannende Technologie ist, sondern sicher auch, weil es sonst nicht viel Neues zu sehen gab.

3D-Druck war stärker vertreten – auch der Metall-3D-Druck. Definitiv ein Herstellungsverfahren, das sich zurzeit noch verändert.

Gedanken am Rand

Lagen die fehlenden Highlights vielleicht auch an der Abwesenheit großer Maschinenbauer wie DMG Mori und Grob, die beide keinen eigenen Stand auf der IMTS hatten? Möglich ist es. Und es wirft vielleicht auch die Frage des Stellenwerts traditioneller Messen in den USA auf. Und die Frage, wo wir hier in Deutschland stehen. Wenn Investitionsbereitschaft sinkt, lohnen sich dann große Messeauftritte noch?

Vielleicht ist das auch ein USA-Thema, wo sich große Investitionen wohl derzeit auf Datenzentren, Aerospace und Rüstungsindustrie konzentrieren.

Hochfeste Materialien & Werkzeugstandzeiten

Auf der IMTS waren in mehreren Bereichen Drohnen, taktische unbemannte Flugsysteme und andere verteidigungsnahe Systeme sichtbar. Aerospace und Defence erscheinen nicht nur als Randthemen, sondern als wichtige Nachfragetreiber für Präzisionsfertigung.

Für die Fertigung bedeutet das hohe Anforderungen, nicht zuletzt aufgrund der eingesetzten Materialien. Titan, Nickelbasislegierungen und hochfeste Materialien gewinnen an Bedeutung. Eine Herausforderung für Werkzeug und Kühlung.

Auch vor dem Hintergrund massiv steigender Hartmetallpreise werden Werkzeugstandzeiten zu einem bedeutenden Hebel für wirtschaftliche Bearbeitungsprozesse.

Drohne auf der IMTS
IMTS Manufacturing Showcase mit Tactical UAS und weiteren unbemannten Flugsystemen

Hier sehen wir eine unserer Hauptaufgaben für die moderne Fertigung.

Mit dem neuen CRYOflow für kryogene Zerspanung haben wir eine Antwort auf die Frage: Wie kann ich effektiv und wirtschaftlich hochfeste Materialien bearbeiten, ohne mein Werkzeug zu zerstören?

CRYOflow TechnologieAI
IMTS2026_group_hero

Alles in allem eine interessante Messeerfahrung. Ich bin gespannt, wie es hier weitergeht, vor allem beim Thema Innovation. 

Und wo stehen wir in Deutschland im Vergleich zu den USA? Die AMB wurde in den Medien als Erfolg bezeichnet, von positiver Stimmung und Zuversicht wurde gesprochen. Davon, dass die Messe ein Ort zum Zusammentreffen von Entscheidern ist. Ist sie auch noch der Ort, an dem Innovation gezeigt wird? 

Zurzeit scheint der Fokus mehr auf Vernetzung zu liegen. Vernetzung von Entscheidern auf der Messe und Vernetzung von Maschinen, Systemen und Lösungen.

Wollen Sie sich mit uns vernetzen?

Nehmen Sie jetzt Kontakt auf, um mehr über unser neues CRYOflow und unsere weiteren Lösungen für das Beölen und Schmieren industrieller Fertigungsprozesse zu erfahren.
Warenkorb
Nach oben scrollen

Ihr Warenkorb

Dein Warenkorb ist derzeit leer.

Ersatzteilblatt
leo-Sprühdüsen

Sprühdüse LEO

Ersatzteilblätter
HTR-Sprühdüsen

Sprühdüse HTRr
ohne Rückschlagventil
Sprühdüse HTRR
mit Rückschalgventil
Sprühdüse HTRB
Ohne Rückschlagventil
Sprühdüse HTRB
Mit Rückschlagventil
Sprühdüse htrb
verschraubt mit Rückschlagventil
Sprühdüse HTRR
verschraubt mit Rückschlaventil
HTR Düsensatz
komplett
Hersteller von Papier-, Büro- und Schreibwarenartikeln

Bei der Herstellung der Federn bzw. Schreibspitzen für Füllfederhalter ist absolute Präzision und höchste Qualität gefragt. In der Produktion wird gestanzt und umgeformt. Vormals angewendete Verfahrensweisen führten zu hohen Ausschusszahlen und hatten hohe Aufwände für die Reinigung zur Folge.

Mit den Allround-Sprühköpfen HTR in Kombination mit Ventil- und Behälterbaugruppen der Baureihe TCJ wird nun Schmierstoff in wesentlich geringeren Mengen – aber dafür an genau der richtigen Stelle – aufgetragen.

Die Anpassungen führten zu Verbesserung auf allen Ebenen. Neben der Einsparung von Fluid konnten auch die Kosten für Strom und Druckluft reduziert werden. Durch den gezielten Schmierstoffauftrag erhöhten sich Präzision und Verlässlichkeit in der Produktion. Nicht zuletzt verbesserte sich durch das ressourcenschonende Vorgehen die Nachhaltigkeitsbilanz und auch in puncto Sauberkeit der Maschinenumgebung gab es signifikante Verbesserungen.

KLASSISCHE BEWERBUNG

Schön, dass du dich für die klassische Bewerbung entschieden hast.

Hier kannst du deine Bewerbungsunterlagen, wie z.B. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse und Co. hochladen.
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner
Vielen Dank!
Ihr Konto wird angelegt…